Bali

[none]Bali ist eine seit 1949 zu Indonesien gehörende Insel und bildet die gleichnamige Provinz dieses Staates. Ihre Fläche beträgt 5.561 km²; auf Bali leben 3,3 Millionen Einwohner (2004). Die Hauptstadt ist Denpasar. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 95 km, von seiner Westspitze bis zur Ostspitze sind es 145 km.

 

 

Touren nach Bali

Mittlerweile ist der Tourismus der wichtigste Devisenbringer. Bali ist die am häufigsten besuchte Touristeninsel Indonesiens. Die Insel deckt wesentliche Teile ihres Haushalts mit Mitteln aus dem Fremdenverkehr. Heute kommen etwa 4 Millionen Besucher jährlich. Trotzdem hat Bali auch jenseits des Tourismus immer seine eigenständige kulturelle Identität bewahrt. Von den etwa 5 000 Tanz- und Gamelangruppen, die regelmäßig ihre religiösen Zeremonien abhalten, sind nur wenige ausschließlich für die Touristen aktiv. Einige Orte wie Kuta, Legian und Seminyak, haben sich im Laufe der letzten Jahre stark „verwestlicht“. Die meisten Touristen kommen aus Indonesien, Japan, Deutschland und den Niederlanden. Der Ngurah Rai International Airport liegt in der Nähe von Jimbaran und Kuta.

Topographie

Bali gilt als die westlichste der Kleinen Sunda-Inseln (zu denen noch die Inseln von Nusa Tenggara gehören) und ist vom westlich gelegenen Java durch die 2,5 km breite Bali-Straße getrennt. Bali liegt im Indischen Ozean zwischen Java und Lombok. Zur Provinz Bali gehören noch kleine Inseln namens Nusa Penida, Nusa Lembongan und Nusa Ceningan. Bali gilt als eine relativ junge Insel. Vom malaliischen Festland ist die Insel nur durch drei verhältnismäßig flache Meeresstraßen getrennt. Diese sind im Verlauf der Zeit immer wieder trocken gefallen, so dass sich die Fauna und Flora Balis nicht sehr stark vom malaliischen Festland unterscheidet. Zwischen Bali und Lombok verläuft die sogenannte Wallace-Linie. Dies ist die biogeografische Trennlinie zwischen asiatischer und australischer Flora und Fauna. Diese Meeresstraße ist sehr tief und besteht seit langer Zeit, so dass sich Flora und Fauna der beiden benachbarten Inseln stark unterscheiden.

Die meisten Berge Balis sind vulkanischen Ursprungs und bedecken etwa drei Viertel der gesamten Inselfläche. Der Vulkan Gunung Agung (wörtl.: „Großer Berg“), ist mit 3.142 Meter der höchste Berg der Insel. Für die Balinesen ist er der Sitz der Götter. Außerdem ist er der Pol des balinesischen Koordinatensystemes. Beim letzten Ausbruch von 1963 forderte er 2000 Menschenleben und verwüstete zahlreiche Dörfer und Felder. Westlich vom Agung schließt sich der riesige, zehn Kilometer breite Vulkankrater des Batur-Massivs an, mit dem Randkegel des Gunung Abang (2153 m) als höchste Erhebung. Das Innere des Kraters wird von dem jungen Kegel des im 20. Jahrhundert viermal tätigen Gunung Batur (1717 m) und vom Kratersee Danau Batur ausgefüllt.

Der Grund dieser vulkanischen Aktivität sind zwei Kontinentalplatten, die Sundaplatte und die Sahul-Platte (Australische Platte und Eurasische Platte), die durch Bali verlaufen. Sie bewegen sich aufeinander zu, und durch die Kollision der Platten entstehen Risse in der Erdkruste, aus denen das Magma nach oben dringt. So entstanden die Vulkanketten, die Bali und die angrenzenden indonesischen Inseln prägen.

Klima

Das Klima ist tropisch warm mit hoher Luftfeuchtigkeit. Von November bis März bringt die innertropische Konvergenzzone (ITC) einen aus Nordwesten kommenden Monsunregen. Die zentrale Gebirgskette sorgt dafür, dass sich der Regen sehr ungleichmäßig auf der Insel verteilt. Im Süden der Insel fallen jährlich etwa 2000 mm Niederschlag. Im Gebirge erhöht sich der Niederschlag auf 3000 mm, dagegen erhält die im Regenschatten liegende Nordküste Balis nur rund 1000 mm Niederschlag. Im Jahresmittel liegen die Temperaturen bei 24–34 °C auf Meeresniveau, in der Trockenzeit (Mai–Oktober) durchschnittlich bei 10-20 °C in den Hochlagen und 29–34 °C in den Küstenregionen.

Natur

Einst waren weite Teile der Insel von Monsunwald (auch tropischer Feuchtwald genannt) bedeckt. Durch die Kultivierung der Landschaft wurden die Wälder stark zurückgedrängt. Im Westen der Insel blieben sie teilweise erhalten, und seit 1984 ist die ursprüngliche Vegetation der Insel als Bestandteil des Bali-Barat-Nationalparks geschützt. Tropische Blütenbäume wie Frangipani, Bougainvillea oder Hibiskus wachsen verbreitet auf Bali. Pandanuspalmen, Schraubenpalmen und Lontarpalmen wachsen vor allem in den Trockenregionen.

National Parks

Der Bali-Tiger ist seit den 1940er Jahren ausgestorben. Auch in Zoos gibt es keine lebenden Exemplare. Letzte unbestätigte Sichtungen reichen bis in die frühen 1950er Jahre. Auch außerhalb geschützter Reservate sind Affen, besonders Makaken und Grauaffen, häufig. Echsen, wie Agamen, Warane, Skinke und Geckos, findet man überall auf der Insel, auch Schlangen sind zahlreich. Die Großsäuger sind durch Wildschwein und Rotwild vertreten. Im Nationalpark leben noch 30–40 Exemplare des javanischen Wildrindes sowie viele verschiedene Vogelarten, darunter der nur auf Bali vorkommende Balistar. Vor der Küste Balis gibt es ausgedehnte Korallenriffe. Für den Küstenschutz entwickelte der Architekt Wolf Hilbertz künstliche Korallenriffe. Mit der Biorock-Technologie wollen die Balinesen einen ihrer wichtigsten Tempel vor den Wellen des Meeres schützen.

Bevölkerung

89 % der Bevölkerung sind Balinesen, der Rest verteilt sich auf kleine javanesische und chinesische Gemeinden.

Religion: Hinduismus: 92,3 %, Islam: 5,7 %, Christen: 1,4 %, Buddhisten: 0,6 %

Bali ist insofern eine Besonderheit, als sie die einzige Weltgegend außerhalb Indiens und Nepals mit bodenständiger hinduistischer Bevölkerung und gleichzeitig die einzige hinduistische Insel Indonesiens darstellt. Die meisten Balinesen bekennen sich zur Hindu-Dharma-Religion, der balinesischen Glaubensform des Hinduismus. Einzug hielt der Hinduismus in Bali im 8. bis 9. Jahrhundert. Religion ist Leben und Leben ist Religion auf Bali. Religiöse Riten und Feste begleiten die Menschen von der Geburt bis zum Tod und über den Tod hinaus. Sie sind Grundlage des Zusammenhalts von Familie und Dorfgemeinschaft. Religiöse Riten werden wirksam bei der Gründung eines Dorfes, sie ordnen das Familienleben und sind die ethischen Leitlinien des ganzen Volkes. Feiertage, Volksvergnügungen und Versammlungen werden stets von einer Tempelzeremonie eingeleitet.

Bali wird auch die Insel der Tausend Tempel genannt. Jedes Dorf, das etwas auf sich hält, beheimatet drei Tempel: Den Pura Puseh (Ursprungstempel), den Pura Desa (Tempel der großen Ratsversammlung) und den Pura Dalem (Todestempel). Viele Dörfer haben aber auch nur einen einzigen Tempel. Überwiegend sind solche Tempel einfache und kaum sehenswerte Steinanlagen im Gegensatz zu den bedeutenden Tempeln der Insel.

Sehenswürdigkeiten

Tempelanlagen

  • Pura Besakih, der Muttertempel
  • Tanah Lot, der Meerestempel
  • Pura Luhur Ulu Watu, Tempel an einer Steilklippe im Südwesten
  • Pura Ulun Danu Bratan, ein Seetempel im Danau Bratan
  • Pura Luhur Batukau, am Fuße des Gunung Batukaru
  • Pura Goa Lawah, die Fledermaushöhle zwischen Kusamba und Padang Bai, an der Steilküste
  • Pura Pusering Jagat, in Pejeng im Distrikt Gianyar

Landschaften

  • Gunung Batur, Vulkan
  • Gunung Agung, Vulkan
  • Gitgit, Wasserfälle
  • Reisterrassen in Zentralbali
  • Lake Bratan, Bergsee
  • Pasut Beach, Tabanan (nördlich des Tanah-Lot-Tempels)
  • Marines Schutzgebiet Pulau Menjangan im Nordwesten für Schnorchler und Taucher
  • Tulamben an der äußersten Ostküste: Wracktauchen
  • Lembongan Island, Ort zum Entspannen

Kunst

  • Ubud, künstlerisches Zentrum Balis (Malerei)
  • Celuk, Dorf der Silberschmiede
  • Mas, Dorf der Holzschnitzer
  • Batubulan, Dorf der Bildhauer

Kultur

  • Tempelfeste und Totenverbrennungen, wo sie sich ergeben
  • Botanischer Garten bei Bedugul

Weiteres

  • Wasserpalast von Karangasem bei Amlapura
  • Tirtagangga: Wasseranlage des letzten Königs von Amlapura
  • Goa Gajah, die Elefantenhöhle
  • Klungkung
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Wichtige information

Fläche: 5634 km²
Hauptstadt: Denpasar
Zeitzone: +8
Einwohner: 3 600 000
Währung: Rupiah
Kurs: 1 EUR = 12.413 IDR
Vorwahl:
+62
Visa: Ja

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Links

de.wikipedia.org/wiki/Bali
Bali - Wikipedia



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